Ein nicht ganz alltägliches Thema wurde den aktiven Feuerwehrleuten beim Ausbildungsdienst am 16.09.2014 erläutert.

20140916 ausb0Standards zu Vorgehensweisen bei Brandeinsätzen und Hilfeleistungseinsätzen werden während der wöchentlichen Ausbildungsdienste geschult. Oft sind es grundsätzlich die gleichen Themen, die unter verschiedenen Gesichtspunkten und Situationen betrachtet werden. Im Rahmen der Standortausbildung wird das in der Grundausbildung (Truppmann) gelernte Wissen vertieft.

Während der wöchentlichen Ausbildung wird werden auch Fachthemen aufgegriffen, welche nicht alltäglich vorkommen. Im Rahmen eines Einsatzes kann es passieren, dass Personen gerettet werden müssen, die nicht in der Lage sind, ein Gebäude selbständig zu verlassen. Im Brandfall kann beispielsweise ein Aufzug nicht verwendet werden. In dieser Situation müssen Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, über ein (rauchfreies) Treppenhaus gerettet werden. Während unserer Ausbildung wurden verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, einen Rollstuhl schonend über ein Treppenhaus zu befördern.

Weiterhin wurde der Personentransport mittels einer Krankentrage erprobt, welche ebenfalls ins einem Treppenhaus stattgefunden hat. In allen Fällen ist es wichtig, dass mit der Person gesprochen wird und klare Anweisungen erfolgen.

Am späten Nachmittag des 14. Mai 2014 traf sich der Fachzug Wassertransport Kreisfeuerwehrbereitschaft Gifhorn Süd zur jährlichen Übung.

20140514 fachzugwt titelDieser Fachzug wird landkreisübergreifend eingesetzt. Zum Fachzug gehören ELW Meine (stellt Zugführer), TLF 16/25 Meine, TLF 16/25 Calberlah, TLF 16/24 Tr Rötgesbüttel, TSF Ohnhorst-Gravenhorst und TLF 16/25 Gamsen.

Die Ortsfeuerwehr Gamsen nahm mit dem Tanklöschfahrzeug 16/25 und einer Staffel teil. Geübt wurde der Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen über eine Strecke von 800 m. Dabei wurde eine permenente Wasserabgabe von 400-500 Liter in der Minute sichergestellt. Es stellte sich wieder heraus, dass dieser Zug nicht nur für den Transport von Löschwasser ausgelegt ist, sondern aufgrund der staffelbesetzten Tanklöschfahrzeuge auch für die Gebäudebrandbekämpfung und den Atemschutzeinsatz eingesetzt werden kann.

Parallel zum Einsatz des Wassertransportzuges wurde der Fachzug Wasserförderung tätig. Auch dieser war in den Übungsablauf eingebunden. Für die Brandbekämpfung musste eine feste Wasserversorgung aufgebaut werden, die durch den Wasserförderzug über mehrere hundert Meter Entfernung hergestellt wurde.

Nachdem jetzt alle Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr mit Digitalfunkgeräten ausgestattet sind, müssen die Einsatzkräfte geschult werden, um später damit umgehen zu können.

aktuell allgemein news1An jeweils zwei Abenden im November 2013 werden Endanwenderschulungen durchgeführt, die insgesamt einen Zeitraum von neun Stunden einnehmen. Die Ausbildung erfolgt durch Sprechfunk-Ausbilder, die diese Schulungen zusätzlich zur den Sprechfunker-Lehrgängen auf Kreisfeuerwehr-Ebene durchführen. Als Einstieg erfahren die Teilnehmer die Grundlagen des Digitalfunk und die neuen Möglichkeiten, die sich durch die Umstellung ergeben. Am zweiten Abend wird mit den Geräte praktisch gearbeitet. Digitalfunkgeräte sind verschlüsselt im Netz, was ein Abhören des Funkverkehrs durch Unbefugte ausschließen kann. Alle Geräte sind anhand ihrer Gerätenummer eindeutig zuzuordnen. Die Sprachqualität wird sich erheblich verbessern, da Nebengeräusche herausgefiltert werden.

Die endgültige Umstellung erfolgt, sobald kreisweit die Endgeräte verbaut bzw. verteilt sind. Der Analogfunk wird noch aufrecht erhalten. In den nächsten Monaten werden noch weitere Schulungen folgen, dass alle Einsatzkräfte auf den gleichen Wissenstand gebracht werden. Nähe Informationen zum Thema Digitalfunk gibt es hier: Digitalfunk Niedersachsen

Feuermeldung in einem Mehrfamilienhaus, 2 Personen werden vermisst. Das war die erste Lage beim Atemschutztag am 15.03.2014 der Gamsener Ortsfeuerwehr, die zu diesem Anlass den Weg zum Brandübungshaus nach Faßberg in den Landkreis Celle auf sich genommen hat.

20140315 fassbergBeim Eintreffen der ersten Fahrzeuge am Einsatzort ergab die Lage auf Sicht, dass Qualm aus den Fenstern des Obergeschosses drang. Zugführer und Gruppenführer des ersten Einsatzfahrzeugs erkundeten gemeinsam die Lage. Ein Anwohner gab an, dass noch zwei Personen vermisst seien. Während der Erkundung bereitete die erste Gruppe die Einsatzform "mit Bereitstellung" vor. Die Gerätschaften für den Einsatz wurden vor dem Gebäude bereit gestellt, damit die Atemschutztrupps sofort tätig werden konnten.

Mit 25 Einsatzkräften führte die Ortsfeuerwehr Gamsen einen Übungstag auf dem Bundeswehrgelände in Faßberg durch. Es wurden fünf Einsatzübungen unter realistischen Bedingungen absolviert. Solche Übungsmöglichkeiten stehen nur selten zur Verfügung. Ein neuwertiges Gebäude mit Nebelmaschinen zu verqualmen, wirkt oft weniger realistisch. Hier bot sich die Möglichkeit, eine wirkliche Brandbekämpfung vorzunehmen und die Brandherde nicht nur fiktiv zu erkennen, sondern auch wirklich zu löschen.

Ausbildungsschwerpunkt für Führungskräfte lag darin, die Lage richtig zu beurteilen und die optimalste Vorgehensweise zu wählen. Nicht nur geistige, sondern vor allem auch körperliche Herausforderungen hatten die Atemschutzgeräteträger zu leisten. Mit Wasser am Strahlrohr gingen sie in das Gebäude vor. Während einer Übung war der Weg durch das Kellerfenster der einzige Zugangsweg, um einen Brandherd im Obergeschoss zu erreichen. Kameraden, die nicht unter Atemschutz unterwegs waren, hatten auch genug zu tun: Atemschutzüberwachung, Aufbau des Drucklüfters, Schlauchnachführung, usw.

Nachdem bereits vor einigen Monaten die Funkrufnamen der Fahrzeuge auf das neue System umgestellt wurden, kann jetzt die Hardware eingebaut werden, für die dieser Aufwand erforderlich war.

20131107 digitalfunkIm November 2013 wurde das erste Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Gamsen mit Digitalfunk ausgestattet. Die Firma STG aus Gifhorn baute in Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Gerätewarten der Stadtfeuerwehr das neue Funkgerät ein. Unser TLF 16/25 ist somit auf den Umstieg auf Digitalfunk vorbereitet. Ein Löschzug der Ortsfeuerwehr Gifhorn ist ebenfalls damit ausgestattet. Bis zum Jahresende 2013 sollen alle Fahrzeuge der Stadtfeuerwehr Gifhorn umgerüstet sein.

Weiterhin kommt hinzu, dass alle aktiven Feuerwehrleute auf den Umfang mit der neuen Technik geschult werden müssen. Noch im November werden Schulungsveranstaltungen angeboten, die durch Sprechfunkausbilder der Kreisfeuerwehr vermittelt werden. Die zukünftigen Sprechfunker-Lehrgänge werden den Bereich Digitalfunk behandeln.