Schornsteinbrände sind grundsätzlich nie ungefährlich. Die Möglichkeiten der Feuerwehr, hier tätig zu werden, sind jedoch nicht mit einem normalen Brandeinsatz zu vergleichen: Das Feuer im Schornstein darf nicht mit Wasser gelöscht werden!

20170206 schornsteinbrandDas Löschwasser würde sich durch die Hitze schlagartig ausdehnen (1 Liter Wasser = 1700 Liter Wasserdampf) und ein Zerstören des Schornsteins hervorrufen. Das bedeutet für die Feuerwehr, dass der Bereich des Schornsteins in allen Geschossen kontrolliert werden muss, um das Entstehen von Bränden zu verhindern. Währenddessen muss der Schornstein gereinigt werden, um das brennende Ruß zu entfernen.

Eine besondere Herausforderung stellte der Einsatz am 6. Februar 2017 an einem Reetdachhaus dar. Hier kamen Funken aus dem Schornstein, die trotz der kalten Wetterlage eine erhöhte Brandgefahr für das Dach verursachten. Nach der ersten Erkundung durch Einsatzleiter und Zugführer wurde durch die Besatzung des LF 10/6 eine Wasserversorgung aufgebaut und auf beiden Seiten des Gebäudes Strahlrohre vorgenommen, um das Dach vor den Funken zu schützen. Zeitgleich wurde über die Leitstelle der Bezirksschornsteinfeger angefordert. Im Gebäudeinneren wurde der Schornstein auf Hitzestrahlung kontrolliert.

25.000 Besucher bei Großveranstaltung in Gamsen: Stars@NDR2

20160806 ndr2 00Lange und ausführliche Planungszeit war für die Stadtverwaltung nötig, um diese Veranstaltung möglich zu machen. Die Stadt Gifhorn hatte bereits im letzten Jahr die Zusage bekommen, diese Großveranstaltung ausrichten zu dürfen. Dazu waren viele Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich. Als Austragungsort wurde das Sportzentrum Nord im Ortsteil Gamsen gewählt. Dafür stellten die Landwirte ihre angrenzenden Felder zur Verfügung, um einen breiten Zuschauerbereich und reichlich Parkplätze (13500 Stück) vorzuhalten.

Am 6. August 2016 um 15:00 Uhr wurde das Veranstaltungsgelände geöffnet. Die Interpreten Ollie Gabriel, Philipp Dittberner, Stanfour, Joris und Mark Forster sorgten für gewaltige Stimmung.

Ein umfangreiches Sicherheitskonzept befasste sich nicht nur mit dem Brandschutz während der Veranstaltung, sondern musste auch den Schutz der Zuschauer gewährleisten. Auch ein Konzept zur Verkehrslenkung wurde erfolgreich umgesetzt. Es waren reichlich Einsatzkräfte ein das Geschehen eingebunden, um das Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher, während die Einsatzkräfte des DRK die Versorgung Verletzter übernehmen sollten. Die Polizei sicherte die gesamte Veranstaltung. Dabei kamen nicht nur Einsatzkräfte zu Fuß zum Einsatz. Auch Fahrzeuge und Pferde waren regelmäßig im Einsatz.

Kleine Ursache, große Auswirkung: Kabelbrand in der Heizungsanlage verqualmt Wohnhaus.

aktuell einsatzinfo1Der Einsatz am Sonntagabend (05.06.2016) könnte verschiedene Ursachen gehabt haben. Als die Anwohner des Wohngebäudes zu Hause eintrafen, fanden sie ihr Haus verqualmt vor und alarmierten umgehend die Feuerwehr. Da sich der Rauch im Kellerbereich konzentrierte, wurde hier die Quelle der Verrauchung vermutet. Durch den Kellereingang drang der erste Atemschutztrupp in das Gebäude vor. Schnell war klar, dass es sich um einen Brand in der Heizungsanlage handelte. Das Feuer war bereits aus, dass kein Löschwasser zum Einsatz kam.

Durch den Einsatz eines Drucklüfters konnte das Gebäude vom Rauch befreit werden. Dabei wurden die offenen Räume abschnittsweise belüftet.

Am Morgen des 9. Juli 2016 (Samstag) schlug ein Überholvorgang fehl und verursachte hohen Sachschaden.

TraktorGegen 5:45 Uhr ereignete sich der Unfall auf der Bundesstraße 4. Durch den missglückten Überholvorgang des Fahrers eines sportlichen Fahrzeugmodells wurde nicht nur sein Fahrzeug völlig zerstört. Auch ein Traktor wurde in Mitleidenschaft gezogen und erlitt einen hohen Sachschaden. Dabei wurde unter anderem das linke Vorderrad abgerissen.

Da sich die Personen selbst aus den Fahrzeugen befreien konnten, beschränke sich der Feuerwehreinsatz auf das Abstreuen der Ölspur und dem Einsammeln der Trümmerteile. Hier wurde die Feuerwehr auf Anforderung der Polizei tätig. Die Fahrer beider Fahrzeuge wurden mit Rettungswagen in das Gifhorner Klinikum eingeliefert. Aufwendig gestaltete sich lediglich die Bergung des Traktors. Dazu rückte eine Spezialfirma aus Braunschweig an, die das Landwirtschaftliche Gefährt abtransportierte. Die beiden Anhänger wurden durch den Besitzer des Traktors abgeholt.

Waldbrandgefahr sehr hoch

20160509 eins platendorfer strIn den Nachmittagsstunden des 9. Mai 2016 wurde die Ortsfeuerwehr Gamsen zu einem Einsatz mit dem Stichwort "Feuer Wald/Fläche" in den östlichen Teil der Ortschaft, im Bereich der Platendorfer Straße, alarmiert.

Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr und der geographischen Lage wurden nicht nur die Ortsfeuerwehren Gamsen und Kästorf gemeinsam alarmiert, sondern auch Verstärkung aus der angrenzenden Gemeinde Sassenburg hinzugezogen. Die Ortsfeuerwehren Triangel und Neudorf-Platendorf rückten an.

Bei Eintreffen am Einsatzort wurde aufgeschichtetes Strauchmaterial vorgefunden, welches in Brand geraten war. Die Ausbreitung konnte mit Eintreffen der ersten Fahrzeuge (TLF 16/25 Gamsen und TLF 16/24Tr Kästorf) schnell verhindert werden. Die Tanklöschfahrzeuge aus Triangel und Neudorf-Platendorf unterstützten die Brandbekämpfung. Dazu wechselten sich die Fahrzeuge zunächst im Pendelverkehr ab.