Während der Sturm 'Niklas' am 31.03.2015 über Deutschland wütete, waren die Feuerwehren im Dauereinsatz.

20150331 sturmeinsatzDas Einsatzaufkommen an diesem Tag war doch außergewöhnlich hoch. Der Tag begann mit zwei Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen. In den frühen Nachmittagsstunden, ab ca. 14:30 Uhr, waren die ersten Sturmschäden zu verzeichnen: Entwurzelte und abgebrochene Bäume. Anwohner waren besorgt, dass weitere Bäume umstürzen und Schaden anrichten können. In einigen Fällen war kein Einsatz erforderlich, da keine akute Gefahr zu erkennen war. Die Feuerwehr fuhr teilweise von einer Einsatzstelle zu nächsten. Dazwischen hielten sich die Kameraden im Feuerwehrhaus auf, um auf Weisung der Einsatzleitstelle in Bereitschaft zu bleiben. Die Zeit wurde genutzt, Schutzausrüstung und Motorsäge für den nächsten Einsatz vorzubereiten.

An zwei Einsatzstellen lag ein Baum auf dem Dach eines Gebäudes. An anderen Stellen drohten Bäume in den Verkehrsraum zu fallen. Gegen 22:00 Uhr kehrte Ruhe ein, dass eine Einsatznachbereitung stattfinden konnte.

Ein nicht alltäglicher Einsatz erwartete die Einsatzkräfte am Morgen des 27.10.2014.

NewsEin klemmender Toaster verursachte Rauchentwicklung und löste den Rauchmelder in einer Wohnung aus. Das elfjährige Mädchen, welches den Toaster bediente, wusste sich nicht zu helfen und rief die Feuerwehr. Diese konnte den Toaster aus dem Gebäude bringen und anschließend lüften. Das Verhalten in einem Brandfall hatte das Mädchen in der Schule gelernt. Die Ortsfeuerwehr Gamsen führt jährlich Brandschutzerziehung in der Wilhelm-Busch-Schule durch.

Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Kästorf wurden gemäß Alarmplan ebenfalls mitalarmiert. Hier gab es aber keinen weiteren Einsatz für die Kräfte.

In der Nacht vom 14. zum 15. Februar 2014 wurde die Ortsfeuerwehr Gamsen gleich zu zwei Einsätzen alarmiert.

20140214 einsatznachtAm späten Freitagabend wurden wir zu einem Brandeinsatz in den Ortsteil Wilsche alarmiert. Dort brannte ein mit Holz umbauter Wohnwagen. Hier konnten die Kameraden der Ortsfeuerwehr Wilsche unterstützt werden. Bei Eintreffen der ersten Einheiten stand der Wohnwagen bereits in Vollbrand. Die Brandausbreitung auf weitere Wohnwagen sowie auf die Waldflächen konnte verhindert und das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Während der Nachlöscharbeiten bestätigte sich leider die Vermutung, dass sich noch eine Person im Brandobjekt befinden würde. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf.

Am frühen Samstagmorgen wurden wir erneut zu einem Brandeinsatz alarmiert. Diesmal wurde Feuer in einem Wohnhaus in Gamsen gemeldet. Während der ersten Erkundung stellte sich heraus, dass das Feuer in einem Heizungsraum ausgebrochen ist. Hier lag Wäsche auf einem Heizkessel. Ein Atemschutztrupp löschte das Feuer und brachte der verbrannte Material heraus. Mittels Drucklüfter musste ein Teil der Wohnung entraucht werden.
Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Kästorf wurden ebenfalls mitalarmiert, da die Lage noch unklar war. Sie blieben zunächst in Bereitstellung und konnten nach kurzer Zeit die Einsatzstelle wieder verlassen.

Jährlich wird das Zusammenspiel aller fünf Ortsfeuerwehren überprüft.

20141020 stadtuebungSchwerpunkt der am 20. Oktober 2014 durchgeführten Übung war es, die Strukturen von Einsatzstellen dieser Größenordnung zu betrachten. Einsatzstellen beginnen meist mit der Stärke eine Löschgruppe (9 Einsatzkräfte). Sobald weitere Kräfte nachrücken, müssen Strukturen und Führungshierachien geschaffen werden, um die Arbeit in unterschiedlichen Einsatzabschnitten zu arbeiten.

Der Einsatz begann nach 17:30 Uhr mit Alarmierung der Ortsfeuerwehr Gamsen. Stichwort war eine Feuermeldung in der alten Maschinenfabrik in Gamsen. Bei Abrissarbeiten wurden auch Arbeiter vermisst. Eine genaue Anzahl gab es hier nicht. Die ersten Fahrzeuge vor Ort waren das Mannschaftstransportfahrzeug mit dem Einsatzleiter sowie einem Führungstrupp und das Tanklöschfahrzeug 16/25, besetzt mit einer Staffel. Die Lage auf Sicht ergab, dass die eigenen Kräfte nicht ausreichen werden. Der Schwerpunkt wurde auf die Menschenrettung in der verrauchten Halle gelegt. Der Abschnitt wurde durch die Einheiten aus Gamsen übernommen. Kurz darauf trafen Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Gifhorn ein, die den Einsatzabschnitt im zweiten Hallenabschnitt sowie auf dem Dach übernahmen.

Am 14. Januar 2014 gegen 20.40 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Kästorf und Gamsen zu einem Feuer zur Diakonie Kästorf alarmiert.

20140114 diakonieDa es sich um einen Dienstagabend handelte, fand in Gamsen Ausbildungsdienst statt, dem über 30 Kameraden folgten und entsprechend schnell ausrücken konnten. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren neben dem Feuer vor dem Gebäude bereits größere Flammen im Gebäudeinneren zu sehen. Einsatzleiter Uwe Reuß (stellv. Stadtbrandmeister) veranlasste die Alarmierung der gesamten Stadtfeuerwehr. Priorität war das Schützen der Nachbargebäude zu gewährleisten und den entstehenden Schaden so gering wie möglich zu halten.

Im Gebäude wurden Teile für die Kraftfahrzeugindustrie gefertigt und gelagert. Besonderes Gefahrenpotential stellten Gasbehälter dar. Ein Betreten des betroffenen Gebäudes war nicht mehr möglich. Angrenzende Hallen wurden geschützt und durch Atemschutztrupps kontrolliert. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes (DRK) standen bereit, um im Notfall für die Feuerwehr die Sicherheit zu gewährleisten. Polizeibeamte sperrten die Straßen, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen und Ermittlungen aufzunehmen.