Wähend der letzten Unwetter blieb Gamsen oft verschont. Am Abend des 2. August 2019 wurde aber auch dieser Ort von Starkregen heimgesucht.

aktuell einsatzinfo1Starke Regenfälle sorgten dafür, dass die Regenkanäle der Lage nicht mehr gerecht werden konnten. An diesem Abend wurden von der Feuerwehr insgesamt 15 Einsatzstellen abgearbeitet. Dabei kamen Tauchpumpen und ein Nasssauger zum Einsatz. Bis zu einer gewissen Wasserhöhe können die Pumpen der Feuerwehr vollgelaufene Keller befreien. Das schafft den Anwohnern große Erleichterung, um selbst lediglich die Nacharbeit durchzuführen.

Als sich während der ersten Einsatzphase herausstellte, dass sich die Anzahl der Einsatzstellen erhöhen wird, wurde im Gamsener Feuerwehrhaus eine Koordinationsstelle eingerichtet, von der aus die einzelnen Fahrzeuge den gemeldeten Einsatzstellen zugeordnet werden konnten. Der Einsatzleiter nahm vorab Kontakt zu den Anwohnern auf, um entsprechende Prioritäten zu schaffen.

Am Nachmittag des 16. Juli 2019 wurden die Ortsfeuerwehren Gamsen und Kästorf zur Gamsener Wilhelm-Busch-Schule alarmiert.

EinsatzBei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren bereits Mitarbeiter der Stadt Gifhorn anwesend. Die Stadt Gifhorn tritt als Eigentümerin sowie Trägerin auf. So wurden gleich offene Eingangstüren für die Feuerwehr geschaffen. Da das gesamte Erdgeschoss des alten Schulgebäudes war mit leichtem Rauch durchzogen, welcher sich durch die Zwischendecken bewegte. Einsatzleiter Torsten Günther ließ vom ersten Löschfahrzeug (TLF 16/25) vorsichtshalber eine Leitung vornehmen und einen Atemschutztrupp zur Erkundung ins Gebäude schicken. Die kurz darauf eintreffende Ortsfeuerwehr Kästorf wurde durch einen Nebeneingang zur Erkundung eingesetzt. Bei der Suche nach der Quelle der Verrauchung wurden die Wärmebildkameras beider Ortsfeuerwehren eingsetzt.

Schließllich wurde festgestellt, dass defekter Wasserboiler als Ursache erkannt wurde. Das Gebäude konnte mittels Drucklüfter entraucht und anschließend an die Stadt Gifhorn übergeben werden.

Jährlich wird auf Stadtfeuerwehrebene eine Großübung durchgeführt.

aktuell einsatzinfo1Diese Übungen dienen dazu, die Leistung der Feuerwehren zu überprüfen. Besonders das Zusammenspiel der Ortsfeuerwehren steht hier im Mittelpunkt. Dies war auch in den späten Nachmittagsstunden des 20. Mai 2019 der Fall. Auf dem Gelände der Firma IAV in Gifhorn wurde diese Großübung veranstaltet.

Neben dem Vorgehen der Atemschutztrupps, der Menschenrettung und dem Wählen der richtigen Vorgehensweise bei der Brandbekämpfung wird in solchen Übungen auch die Führungsebene überprüft. Gerade hier ist es wichtig, dass Einsatzkräfte unterschiedlicher Ortsfeuerwehren gemeinsam tätig werden.

Feuer im Erholungsgebiet Pulschmoor

EinsatzAm späten Abend des Himmelfahrtstages (30.05.2019) wurde die Ortsfeuerwehr Gamsen zu einem Feuer im Erholungsgebiet Pulschoor alarmiert. Das Stichwort war "Waldbrand". Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein Feuerschein mitten im Wald wahrgenommen. Unverzüglich wurden die Ortsfeuerwehren Wilsche und Neubokel nachalarmiert, die bei den meisten Einsätzen im Bereich der Campingplätze automatisch mitarlarmiert werden. Die Campingplätze in diesem Bereich gehören zu den Ortschaften Gamsen und Wilsche.

Dieser Einsatz stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen, da es keine gute Zuwegung zum Brandobjekt gab. So mussten Schlauchleitungen in den Wald gelegt werden, um dort die Brandbekämpfung aufzunehmen.

In den frühen Abendstunden des 8. Februar 2019 wurden die Ortsfeuerwehren Gamsen und Kästorf zu einem Gebäudebrand mit Menschengefährdung in den Gamsener Kurlandweg alarmiert.

aktuell einsatzinfo1Bei Eintreffen der ersten Einsatzfahrzeuge war zunächst wenig von der Gefahr zu erkennen, da Fenster und Türen des Gebäudes verschlossen waren. Die erste Information war, dass sich noch eine Person im Gebäude befinden solle. Vom ersteintreffenden Löschfahrzeug (TLF 16/25 aus Gamsen) wurde unverzüglich ein Atemschutztrupp in das Gebäude geschickt, um die Personensuche aufzunehmen. Die verletzte Person konnte schnell gefunden und dem Rettungsdienst an der Haustür übergeben werden. Während der Gesamteinsatz durch den Gamsener Ortsbrandmeister Uwe Reuß geleitet wurde, wurde der erste Innenangriff durch den Gruppenführer des TLF 16/25 koordiniert.

Während der Atemschutz-Sicherheitstrupp der Ortsfeuerwehr Gamsen weiterhin in Bereitschaft stand, wurde ein weiterer Trupp der Ortsfeuerwehr Kästorf zur Unterstützung eingesetzt. Gemeinsam wurden Abluftöffnungen geschaffen, um den Einsatz eines Drucklüfters vorzubereiten. Nachdem die Trupps im Innenangriff wieder weitgehend freie Sicht hatten, konnten die übrigen Brandnester mit wenig Wassereinsatz gelöscht werden.